Huinze
Huinze

Wer heute nach Huinzen – Heureitern – sucht, braucht diese meist für die “Deko” zuhause. Die Holzgestelle, an denen früher frisches Gras zum Trocknen aufgehangen wurde, sind fast überall der modernen Landwirtschaft gewichen. Die Huinzen wurden auf den Feldern aufgestellt, vor allem wenn es lange feucht war und das Gras am Boden nur schwer trocknen konnte.
Die Reiter sind unterschiedlich gebaut. Es gibt sie als Pfähle, die meist drei hölzerne Quersproßen aufnehmen, an denen das Gras aufgestapelt wird. Als Manderl bestehen sie aus drei Holzstangen in Form eines Tipi-Zeltes, die nicht in den Boden gerammt werden müssen. Wenn bei der Berghoibat der Abtransport des Heus zu beschwerlich gewesen wäre, zum Beispiel auf der Höfats, wurden Schupfa, Bergheuschober, aufgestellt. Vier Pfähle standen im Quadrat mit Querstreben verbunden, an denen das Heu trocken gelagert werden konnte. Auf die Schober wurden Abdeckbretter als Dach gelegt und das Heu im Winter mit Schlitten ins Tal gebracht.