Föhn
Föhn

Des einen Freud, des anderen Leid – der Föhnwind bringt so manch sonnigen Tag in den Bergen, wenn d’runt  im „Unterland“ schon graue Wolken herrschen. Die Sicht ist herrlich und die Luft warm. Anderen hingegen setzt der Fallwind mit tagelangen Kopfschmerzen zu.

Das praktische am Föhn ist, dass man ihn für allerlei Ausreden hernehmen kann. Wer am Vortag zu tief ins Glas geschaut hat, kann sich gut und gerne auf ihn berufen. „Des isch d‘r Föhn“, sagen sie dann. Oder wer einen Grund für seine eigene Gereiztheit braucht, kann es auf den närrisch machenden Wind schieben. Zumindest solange, bis der Föhn wieder zusammenbricht. Aber der nächste kommt bestimmt.