Viehscheid
Viehscheid

‚D’Scheid‘, die Viehscheid am Ende des Alpsommers, ist längst über das Allgäu hinaus bekannt. Wenn im Herbst die Tage kürzer und die Nächte kälter werden, ist es Zeit, das Vieh wieder vom Berg ins Tal zu bringen und den verschiedenen Besitzern zu übergeben. Viehscheid ist wie Feiertag. Familien kommen wieder zusammen, Freunde treffen sich und wenn der Sommer hoffentlich unfallfrei war, wird ein Kranzrind prächtig geschmückt. Viehscheid ist schon wegen des imposanten Schellenklangs nicht zu überhören.

Im September ist es wieder soweit – genießen Sie das traditionelle Treiben frei nach dem Oberstdorfer Heimatdichter Arthur Maximilian Miller (1901–1992), der in den 1930er Jahren schrieb: »Von allen Bergen herab, aus allen Tälern hervor klingt das Rollen der mächtigen Glocken, als würde dem seligen Sommerglück der Höhe zu Grab geläutet. Auf dem Viehscheidplatz oberhalb Loretto treffen die Herden ein, voran die buntgekrönten, von Blumen und Flitter starrenden Kranzrinder in ihrer glänzenden Kraft, und die übrige geschmückte Herde hintendrein. Bärtige Sennen mit stolz geschwungenen Stöcken führen die Tiere, ein großes Getose von Glocken und ein Gebrüll der im Ring umtreibenden Tiere erfüllt den Platz, dann folgt der Viehmarkt, aus dem Festzelt schmettert die Musik.«

Aus den Internetseiten von Oberstdorf Tourismus: Viehscheid vor hundert Jahren und alle Viehscheidtermine übersichtlich zusammengefasst.